Cadastro para mulheres















Alter von-bis:



Größe von-bis:



Sternzeichen:

Chiffre:




Reich an Vegetation und Bodenschätzen












Brasilien - Reich an Vegetation und Bodenschätzen

An was denken Sie, wenn Sie das Wort Brasilien hören?

Es gibt wohl kein anderes Land auf der Welt, wo die Vorstellungen soweit auseinander gehen. Für die einen ist es ein exotisches Urlaubsparadies, sie denken an weite Strände, Karneval in Rio, Abenteuer im Amazonas und heiße Nächte an der Copacabana. Für andere, dieses Bild wird uns von den Medien immer wieder vorgehalten, scheint es als gesetzloses Ghetto der Gewalt und Prostitution. Egal wie kritisch wir Brasilien gegenüberstehen, es übt eine magische Anziehungskraft auf uns Europäer aus und ist und bleibt für uns wohl ein ewiger Mythos.

Sie wollen sicherlich nicht nach Brasilien kommen, um sich hier ?wie zu Hause? zu fühlen. Sie haben sich hoffentlich für Brasilien als Ihr Urlaubsland entschieden, weil Sie hier die Superlative der Natur und die Lebensart der Brasilianer (Brasilianerinnen) kennen lernen möchten, die sich so ganz von der europäischen unterscheidet. Die Leichtigkeit der Brasilianer zu kommunizieren, zu flirten und Gefühle zu zeigen, ist bewundernswert. Ihre spontane Ausgelassenheit und Lebensfreude soll Sie anstecken und für den Alltag zu Hause stärken. Vor allem in Bahia und dessen Hauptstadt Salvador, der ?heißesten? Stadt Brasiliens wird dieser Mentalitätsunterschied deutlich spürbar. Hier werden wohl so viele Feste gefeiert, wie sonst nirgendwo anders auf der Welt.

Das wohl gemischteste Volk der Erde zeigt sich Ihnen wie in einem multikulturellem Freilichttheater. Nirgendwo anders auf der Welt sehen Sie so viele unterschiedliche Hautfarben und Typen. In Bahia ist vor allem der afrikanische Einfluss sehr stark. Aus dem Süden stammen die vielen Blonden und Blauäugigen, Menschen indianischer Abstammung kommen meist aus der Region um Manaus und Belém sowie französische Gesichtszüge aus Sáo Luis.

Trotz der indianischen Ureinwohner und der afrikanischen Sklaven prägt Brasilien eine durchaus europäische Kultur durch die aus der Zeit der Kolonialisierung stammenden portugiesischen, holländischen und französischen Einflüssen. Später im 19. Jahrhundert siedelten sich im Zuge der Immigration unter anderem Italiener, Österreicher und 250.000 Deutsche in Brasilien an.

Alles Wissenswerte über Brasilien

Brasilien ist der flächen- und bevölkerungsmäßig fünftgrößte Staat der Erde.
Es ist das größte und mit über 200 Millionen Einwohnern auch das bevölkerungsreichste Land Südamerikas, von dessen Fläche es 47,3 Prozent einnimmt. Quelle Wikipedia.

Fläche:
8.511.965 qkm.

Bevölkerungszahl:
208,6 Millionen (2015)

Bevölkerungsdichte:
22 pro qkm.

Hauptstadt:
Brasília. Einwohner: 6.055.580 (2006).

Geographie:
Brasilien bedeckt fast die Hälfte Südamerikas (fünftgrößtes Land der Erde) und grenzt mit Ausnahme Chiles und Ecuadors an alle südamerikanischen Länder. Der Atlantik bildet die östliche Grenze. Das Land besteht zu ca. 60% aus Hochebene und zu 40% aus Flachland. Im Süden, am Dreiländereck Brasilien, Argentinien, Paraguay, befinden sich die Iguaçu-Fälle mitten im Dschungel. Die Guyana-Hochebene nördlich des Amazonas besteht teils aus dichten Wäldern, teils aus Steinwüste. Zwischen dem Amazonas und den Flüssen des Südens liegt der Bundesstaat Mato Grosso, Brasiliens riesige Hochebene. Die Berge im Südosten, Sierra da Mantiqueira, erreichen eine Höhe von rund 2800 m. Niedrigere Berge, z. B. in Rio de Janeiro, bilden eine Barriere an der Atlantikküste, die durch zahlreiche Lagunen durchbrochen wird. Die Bundesstaaten Minas Gerais (im Süden), São Paulo, Rio de Janeiro und Paraná sind dicht besiedelt.

Staatsform:
Bundesrepublik seit 1988. Verfassung von 1988, letzte Änderung 1997. Zweikammern-Bundesparlament: Abgeordnetenhaus (513 Mitglieder) und Senat (81 Mitglieder). Staats- und Regierungschef: Luiz Inácio Lula da Silva, seit 2003. Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 4 Jahre (einmalige Wiederwahl). Die 26 Bundesstaaten haben eigene Länderparlamente, denen jeweils ein Gouverneur vorsteht. Unabhängig seit 1822 (ehemalige portugiesische Kolonie).

Sprache:
Amtssprache ist Portugiesisch. Englisch und Spanisch wird vereinzelt gesprochen. Im Süden wird auch Deutsch gesprochen, besonders in Santa Catarina, Rio Grande do Sul und Paraná ebenso Französisch und Italienisch; rund 180 Indianersprachen.

Religion:
80% römisch-katholisch; 10% Protestanten, andere christliche Gemeinschaften, Minderheiten von Buddhisten, Bahai, Muslimen und Juden; Naturreligionen und afro-brasilianische Kulte.

Ortszeit: Brasilien hat mehrere Zeitzonen:
Brasilien-Zeit (Hauptstadtgebiet und Südregion (Rio de Janeiro, Sao Paolo, Santa Catarina etc.): MEZ -4. Sommerzeit MEZ -5 Std. Sommerzeitumstellung: Sonntag nach 15.Oktober bis Sonntag nach 15. Februar. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter (in Mitteleuropa) und im Sommer (in Mitteleuropa) jeweils -5 Std. Im März beträgt die Differenz zu Mitteleuropa - 4 Std. Mittel- und Ostregionen (Bahia, Para, Rondonia, Pernambuco, Tocantins, Sergipe): MEZ -4. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter (in Mitteleuropa) -4 Std. und im Sommer (in Mitteleuropa) -5 Std. Westen (Mato grosso do Sul, Mato Grosso): MEZ -5. Sommerzeit MEZ -6 Std. Sommerzeitumstellung. Sonntag nach 15.Oktober bis Sonntag nach 15. Februar. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter (in Mitteleuropa) und im Sommer (in Mitteleuropa) jeweils -6 Std. Im März beträgt die Differenz zu Mitteleuropa - 5 Std. Acre Zeit (Acre und der südwestliche Teil des Staates Amazonas): MEZ - 6. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter (in Mitteleuropa) -6 Std. und im Sommer (in Mitteleuropa) -7 Std.

Netzspannung:
Salvador (Bahia) und Manaus: 127 V / 60 Hz; Brasília und Recife: 220 V, 60 Hz; Rio de Janeiro und São Paulo 110/220 V, 60 Hz. Zweipolige Stecker.

Telefon:
Internationale Direktdurchwahl.

Landesvorwahl:
55. Embratel ist einer der Haupttelekommunikationsanbieter (Internet: www.embratel.com.br). Es gibt Büros in Rio de Janeiro and São Paulo. Zeitungshändler verkaufen cartões telefônicos (Telefonkarten), die zwischen 2,50 R$ und 10 R$ kosten, oder fichas (Telefonchips; fichas interurbanas für Ferngespräche) für öffentliche Telefonzellen. Internationale R-Gespräche sind von jeder Telefonzelle aus möglich.

Mobiltelefon:
Analoge und digitale Netze; es gibt verschiedene Netzbetreiber, unter anderen TCO (Internet: www.tco.com.br) und Americel (Internet: www.americel.com.br). Seit kurzem gibt es auch GSM 1800 Netzwerke, Hauptnetzbetreiber sind TNL PCS SA (Internet: www.oi.com.br), SERCOMTEL, Brasil Telecom Celular, TIM Brasil (Internet: www.timbrasil.com.br) und Claro.

Hinweis: Im Umkreis von 3 km von Flughäfen, insbesondere Rio und Sao Paulo, sollten Mobiltelefone nicht eingeschaltet werden, um unberechtigte Nutzung des Telefonanschlusses durch Dritte zu vermeiden.

Faxdienst
In den Hauptpostämtern der Großstädte und in großen Hotels.

Internet/E-Mail:
Zu den Hauptanbietern zählt Terra (Internet: www.terra.com.br); Internetcafés findet man in größeren Städten. Einige Hotels bieten ihren Gästen Internetanschlüsse. Oft gibt es auch auf Flughäfen und manchmal auch in Postämtern Zugang zum Netz.

Telegramme:
Internationale Telegramme können fast überall aufgegeben werden. In Rio de Janeiro (Praca Mauá 7) und in São Paulo stehen die Büros der Embratel zur Verfügung.

Post:
Der Postverkehr ist verhältnismäßig zuverlässig. Wer Briefe per Einschreiben schickt oder eine Frankiermaschine benutzt, umgeht das Risiko, dass die Briefmarke abgelöst wird. Luftpost nach Europa benötigt 4-6 Tage, auf dem Seeweg mindestens 4 Wochen.

Deutsche Welle:
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle.

Wenn Sie Fragen zu diesem Textbeitrag haben, schreiben Sie uns eine Mail:

info@latineuro.de oder benutzen Sie unser Kontaktformular


Bahia - So groß wie Frankreich - 14 Millionen Einwohner

Wissenswertes über Bahia

Kürzel: BA
Hauptstadt: Salvador, Einwohner 2.676.606 (IBGE 2010)
Bevölkerungszahl:15,4 Millionen (2015)
Distrikte: 32
Städte: 417
Größe qm2: 567.295.2
Kunsthandwerk/Souvenirs: Masken, Klöpplereien, Lederwaren
Wirtschaft: Petroleum, Tabak, Kakao, Tourismus
Bezeichnung der Einwohner: Bahiano - Bahiana

Aus der Geschichte

Gold, Silber, Metallsachen oder Eisen, wir sahen nichts dergleichen. Aber das Land ist derart lieblich, dass in ihm alles gedeihen wird. Der größte Gewinn, den man indessen von ihm haben kann, ist meiner Meinung nach die Rettung der Eingeborenen. Sie muss der wichtigste Samen sein, den Ehrwürdige Hoheit hier ausstreuen sollten, die Verbreitung des heiligen Glaubens.

Das war der Bericht der ersten portugiesischen Expedition ins spätere Brasilien im Jahr 1500. Im Verlauf der ersten drei Jahrhunderte, die der Entdeckung Brasiliens folgten, entwickelte sich Salvador da Bahia de Todos os Santos, Hauptstadt zwischen 1549 und 1763, zur Schaubühne der wichtigsten Ereignisse im Land und zum Mittelpunkt des Südatlantiks überhaupt.

Im Jahr 1501 war eine Expedition des Américo Vespúdio, die den Auftrag hatte, das von Pedro Alvares Cabral neu entdeckte Land näher zu erkunden, auf eine große und landschaftlich sehr reizvolle Meeresbucht gestoßen, die sie nach dem Tag ihrer Entdeckung, am 01. November, ?Allerheilgen-Bucht? (Bahia de todos os Santos) nannten. Diese Bucht wurde zum markantesten Referenz-Punkt auf den späteren Navigationskarten und auch zum meistbesuchten Ort an der Küste der Neuen Welt. Einige historische Aufzeichnungen aus dieser Epoche erzählen von so phantastischen Geschehnissen, dass man heutzutage versucht ist, sie eher ins Reich der Fabeln und Legenden zu verweisen.

Zum Beispiel die Geschichte vom portugiesischen Seefahrer Diego Álvares, der im Jahr 1510, als Schiffbrüchiger eines französischen Schiffes, von den Tupinaambá-Indianern in eben jener Allerheiligen, Bucht aus dem Wasser gezogen wurde und in ihre Gemeinschaft aufgenommen, sie nannten ihn, Canamuru, (Sohn des Donners), denn er hatte sich gleich mit seiner Flinte entsprechenden Respekt verschafft. Er entwickelte sich zu einem einflussreichen Mitglied der Kommune, legte mit seinem indianischen Freunden die ersten Felder mit Zuckerrohr und Baumwolle an und heiratete die Tochter des Häuptlings, die er ?Catarina Parauacu? getaut hatte.

Caramuru kommt der Verdienst zu, maßgeblich am Einsatz einer offiziellen Regierung in dem neuen Land mitgewirkt zu haben. 1549 ernannte Dom Joáo III. von Portugal den Politiker Tomé de Sousa zum Generalgouverneur von Brasilien und entschied, ihn dem 12. Februar desselben Jahres zu seiner Mission zu entsenden. Die Armada, geführt von der, Cornceicáo, brachte mehr als 1000 Personen über den Atlantik, unter ihnen Soldaten, Bauern, Fischer, Priester und Prostituierte, in insgesamt 6 Schiffen. Nach 56 Tagen auf See erreichten sie den Hafen ?Vila Velha, wo sie von Caramuru und seinen Tupinambás festlich empfangen wurden.

Tomé de Sousa hatte sein Amt bis 1553 inne und begab sich dann zurück nach Portugal. Ersetzt wurde er von seinem Landsmann Duarte da Costa. Schon 1550 hatten die ersten Schiffe mit Sklaventransporten aus Nigeria, Senegal, Angola, Mocambique, Kongo, Benin und Äthiopien in Bahia angelegt, und diese Arbeitskräfte aus den afrikanischen Kolonien bescherten den portugiesischen Machthabern und ihrer Hauptstadt Salvador einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung. In erster Linie in den Zuckerrohr- und Tabakpflanzungen, der Viehwirtschaft rund um die Bucht und den Dienstleistungen im Abwicklungsbereich des Hafens.

Schwarze Sklaven waren, anstelle der unter Zwangsarbeit rasch dahinsterbenden Indianer, zäher und ausdauernder, ihre Frauen und Mädchen willkommene Objekte der Lebensfreude ihrer weißen Herren, mit dem Ergebnis, dass sich die brasilianische Durchnittsfarbe immer mehr zum Milchkaffeebraun hin einpendelte und man später sogar ein Gesetz schuf, das solche Kinder von Sklavinnen zu freien Bürgern erklärte.

1583 hatte Salvador zwei Plätze, drei Strassen und zirka 1600 Einwohner. Der Reichtum der Stadt ? inzwischen waren in ihrer Umgebung auch reiche Gold- und Diamantenlager entdeckt worden ? erweckte auch die Aufmerksamkeit von Ausländern, die Expeditionen ausrüsteten, um Salvador zu erobern. Wahrend 11 Monaten ? vom Mai 1624 b is zum 30. April 1625 war Salvador von den Holländern besetzt.

Auch dem letzen Invasionsversuch ? 1638, diesmal unter Moritz von Nassau ? war kein Erfolg beschieden. Salvador behielt seinen Status der ?Hauptstadt des Portugiesischen Amerika? bis zum Jahr 1763, dann verlagerte man den Sitz des Gouverneurs nach Rio de Janeiro.

Aber die bahianische Hauptstadt bewahrte ihren wirtschaftlichen, historischen und kulturellen Rang. 1808 empfing sie die portugiesische Obrigkeit. Unter denen der sogenannten ?Verschwörung der Schneider? ein besonderer Platz in der Geschichte gebührt; unzufrieden mit der portugiesischen Tyrannei, waren sein Mitglieder entschlossen, die ?Republik Bahia? auszurufen.

Die ?Proklamation der Unabhängigkeit Brasiliens? (1822) kam ihnen zuvor, aber selbst nach dieser großen Wende im ganzen Land, blieb Bahia, noch ein Jahr danach, von den portugiesischen Truppen des Brigadeiro Madeira de Mello besetzt, der sie erst am 2. Juli 1823 vor den einmarschierenden brasilianischen Revolutionstruppen aus Salvador zurückzog. Dieses Datum ist als ?Befreiungstag Bahias von der portugiesischen Diktatur? in die Geschichte eingegangen und wird jedes Jahr, unter Beteilung der ganzen Bevölkerung gefeiert.


© 2006 LATINEURO SERVICOS MATRIMONIAIS LTDA